
„ZENTRUM DER WELT“ - Wohlendorf / Rethem an der Aller 2006
Im Allerbogen bei Wohlendorf wurden auf ca.300 m.Länge weiße, blau
beschriftete Fahnen aufgestellt.
Die so entstandene Landmarke betonte die Weite und Schönheit dieser Landschaft.
Weit über 400 verschiedene Menschen habe ich gebeten für diese Arbeit
einen Wunsch für die Welt zu formulieren und eigenhändig auf die
Fahnen zu schreiben. Nicht wenigen war dieses unmöglich.
Ausstellung „Durchblicke“ Kunstverein Meerkunstraum
Steinhude - Installationen in Gewächshäusern
Hier wurden blattlose Stangen des Riesenknöterichs
in einem Glashaus auf der Insel Wilhelmstein (Steinhuder Meer) so aufgestellt,
dass der gesamte verfügbare Raum ausgefüllt wurde.
Im oberen, stärker gezackten Bereich der Pflanzenstängel war je
ein Segment mit Schlagmetall vergoldet, so entstand eine dreidimensionale
vertikale Zeichnung, die durch eine goldene Horizontale gebrochen wurde.
Ausstellung „Picknick am Wegesrand 8 “ - Ihmezentrum Hannover
Belvedere - die schöne Aussicht …
Bis auf diesen Schriftzug wurden Schaufenster und Türen des ehemaligen
Eiscafes verdunkelt. So spiegelten sich gleichermaßen Betrachter und Teile der umgebenden
Architektur in nicht gewohnter Weise in den Fensterflächen wider.
Zwischen den Buchstaben des Schriftzuges war der Einblick
in das beleuchtete
Innere des Raumes möglich… konfrontierte mit der Realität
des Verfalls.
„KOI" -
2008
Installation im Viertaler Teich, Hannover
„Verortung“ - 2009 -
Im Rahmen städtebaulicher die Maßnahmen sollte das „Gebundene Steinfeld für Langenhagen“ von 1987 umgesetzt werden.
Da die Arbeit formal und konzeptionell für den Rathausplatz entstanden war, konnte sie nicht ohne Veränderung der Bedeutungsebene an einen anderen Ort gebracht werden.
Aus Elementen der 1987 errichteten Skulptur, sowie einiger neu im Stadtgebiet von Langenhagen gefundener Findlinge, konnte ich dank reger Unterstützung ein neues Werk errichten.
Die neue Arbeit markiert das „eigentliche“ Zentrum der Stadt an der Walsroder Straße und lädt die Bewohner, wie schon das gebundene Steinfeld von 1987, zum „benutzen“ ein.
„HORIZONT 2“ - 2005 - Schlagmetall an 9 Bäumen
Ausstellung „gut bedacht Wedemark“ - Kunstverein IMAGO in Mellendorf
Eichen bilden die lückenhafte Allee zwischen Bahnhof und
Walsroder Straße in Mellendorf.
Diese Bäume gehörten zur ursprünglichen Vegetation in der Wedemark,
heute dominieren Kiefern die Wälder der Gegend.
Hier an den Gehöften sind die Eichen noch häufig anzutreffen, weil
Ihr Nutzen den Altvorderen durchaus bekannt war.
Ausgehend von der Sichthöhe eines Passanten wurde die entsprechende imaginäre
Horizontlinie mit Schlagmetall markiert. Dieser Horizont ist vom eigenen Standpunkt
aus als waagerechte Linie wahrzunehmen.
„DAS STEINERNE HERZ“ - 2007 -
Ein großes, biomorphes Herz scheint aus der Fläche
des Rasens an der Gracht in Herrenhausen heraus zu wachsen.
Die Oberfläche, grob modelliert, trägt die, wie eintätowiert
wirkende Inschrift:
Cossi fosse il vostro dentro il mio - Wäre doch das Deine
so in meinem (…Herzen)
Das Verschwinden des Grafen von Königsmarck, die schmerzhafte Romantik
dieser Liebesbeziehung,
das tragische Ende der Kurprinzessin Sophie Dorothea in Ahlden und die Inschrift
des zweiten,
angeblich von Königsmarck verwendeten Siegels, gaben mir Anregungen für
diese Arbeit.
Der Titel bezieht sich auf Arno Schmidt, Hauff`s Märchen und die Tatsache,
dass auch Herzen „Mördergruben“ sein können.
Traditionell steht das romantische Bild des stilisierten Herzens
für die platonische Liebe in der Mariendarstellung,
entflammt als „Herz Jesu“, aber auch als Symbol der fleischlichen
Liebe.
Ineinander verschlungene Herzen, wie bei Königsmarcks Siegel zeigen die
Verbundenheit als ein Paar.
Die Arbeit besteht aus nur einem Herzen.
Die biomorphe Form, sowie die Wahl des Materials (Beton) und eine grobe Modellierung
schaffen Distanz zur Kitschdarstellung der „Liebesherzen“, und stehen im Kontrast zu den, in architektonische Formen gezwungenen Pflanzen des Großen Gartens.
Arterien und Venen fungieren hier wie die Flammen einer „Herz Jesu“
Darstellung, als Bild für die Unschuld der Liebe an sich.
„Das Steinerne Herz“– hier als hypertroph
aus dem Vergessen wieder aufgetauchtes Liebesherz des Königsmarck –
erinnert an sein spurloses Verschwinden im Jahre 1694 und die, in Ahlden verbannte,
Sophie Dorothea.
„LEIPZIGER HORIZONT 2“ - 2010 - Schlagmetall
Der Begriff Horizont bezeichnet jene Linie, auf der Himmel und Erde aufeinander treffen.
Der Horizont befindet sich dabei immer auf der jeweiligen Augenhöhe des Betrachters.
So hat jeder seinen eigenen, individuellen Horizont, obwohl es uns erscheint, als wäre er für alle gleich.
Nur jene Menschen, mit denen ich mich tatsächlich auf Augenhöhe befinde, nehmen den Horizont so wie ich wahr.
Umgangssprachlich befinde ich mich mit jenen Menschen
mit ähnlichem Erfahrungs- Bildungs- und sozialem Status auf gleicher Augenhöhe.
Ausgangspunkt dieser Arbeit war Blick beim Verlassen des Hauptbahnhofes Leipzig.
Meine Sichthöhe markierte ich durch einen 1,5 cm breiten goldenen Streifen den ich an Häusern, Bäumen, Fahnenstangen usw. zwischen Bahnhof und Park anbrachte.
Die Dichte des Horizontes war abhängig von der Begeisterungsfähigkeit der Leipziger Hauseigentümer und Ämter.
Material: Anlegemixtur und Schlagmetall goldfarben
Das Schlagmetall ist nicht geschützt.
Die Goldfärbung verschwindet mit der Zeit.
Anfangs ist noch ein dunkler Streifen sichtbar; bis auch dieser gänzlich verwittert ist, können ca. 2 Jahre vergehen.
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